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Holz, Metall oder Kunststoff: Welches Material ist die richtige Wahl für Gerätehäuser?

Ein Gerätehaus soll Gartengeräte, Werkzeuge und Outdoor‑Zubehör über viele Jahre hinweg zuverlässig vor Witterung schützen. Bereits bei der Planung stellt sich daher eine grundlegende Frage: Welches Material ist dafür die richtige Wahl? Holz, Metall und Kunststoff gehören zu den gängigsten Werkstoffen, unterscheiden sich jedoch deutlich in Bezug auf Langlebigkeit, Stabilität, Pflegeaufwand und ökologische Aspekte. Dieser Tipp vergleicht die drei Werkstoffe und zeigt auf, welche Vor‑ und Nachteile sie jeweils mit sich bringen.
Rund ums Haus

Themenübersicht

Vor- und Nachteile der Werkstoffe im Überblick

Werkstoff Vorteile Nachteile
Kunststoff
  • Geringes Gewicht, einfache Montage
  • Unempfindlich gegen Feuchtigkeit, rostfrei
  • Kein Streichen oder Imprägnieren notwendig
  • Leicht zu reinigen
  • Meist günstiger Anschaffungspreis
  • Geringere Stabilität (anfällig bei Sturm/Schneelast)
  • Nur bedingt geeignet für schwere oder hochwertige Geräte
  • Begrenzte UV-Beständigkeit (Ausbleichen, Versprödung möglich)
  • Vergleichsweise kurze Lebensdauer
  • Ökologisch kritisch (fossile Rohstoffe, eingeschränkte Recyclingfähigkeit)
Metall
  • Sehr hohe Stabilität und Robustheit
  • Witterungs-, regenwasser- und UV-beständig
  • Formstabil auch bei starker Beanspruchung
  • Geringer Pflegeaufwand (kein Streichen nötig)
  • Sehr lange Lebensdauer
  • Kühlere Optik im Vergleich zu Holzlösungen
Holz
  • Natürliche, warme und hochwertige Optik
  • Nachwachsender Rohstoff
  • Hoher Pflegeaufwand (regelmässiges Streichen/Lasieren)
  • Empfindlich gegen Feuchtigkeit und UV-Strahlung
  • Risiko von Verrottung, Rissen und Verformung bei mangelnder Pflege
  • Kürzere Lebensdauer bei Vernachlässigung

Gerätehäuser aus Kunststoff: pflegeleicht, aber begrenzt belastbar

Gartenhäuser aus Kunststoff werden häufig wegen ihres geringen Gewichts und der einfachen Montage gewählt. Das Material ist unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, rostet nicht und benötigt in der Regel keine regelmässige Pflege wie Streichen oder Imprägnieren. Verschmutzungen lassen sich meist einfach entfernen, was Kunststoff zunächst als praktische Lösung für den Alltag erscheinen lässt. Auch preislich liegen diese Modelle oft unter Ausführungen aus Metall oder hochwertigem Holz.

Dem stehen jedoch klare Nachteile gegenüber. Kunststoff erreicht in der Regel nicht die Stabilität anderer Materialien – insbesondere bei starkem Wind oder hoher Schneelast. Für die dauerhafte Lagerung schwerer Geräte oder hochwertiger Gartenausstattung ist er daher nur bedingt geeignet. Hinzu kommt, dass die UV‑Beständigkeit je nach Materialqualität begrenzt sein kann: Mit der Zeit können Farben ausbleichen, Oberflächen spröde werden oder sich Bauteile verformen.

Auch aus ökologischer Sicht ist Kunststoff kritisch zu bewerten. Er wird überwiegend aus fossilen Rohstoffen hergestellt, ist nicht immer vollständig recycelbar und weist häufig eine vergleichsweise kurze Lebensdauer auf.

Gerätehäuser aus Metall: robust, langlebig und witterungsbeständig

Gerätehäuser aus Metall zeichnen sich vor allem durch ihre hohe Robustheit und Widerstandsfähigkeit aus. Die stabile Konstruktion hält Wind, Regen, Schnee und Temperaturschwankungen zuverlässig stand und bleibt auch über viele Jahre hinweg formstabil. Verziehen oder Nachgeben des Materials ist selbst bei intensiver Nutzung kein Thema. Hochwertige Beschichtungen sorgen zudem dafür, dass Metall-Gerätehäuser witterungsbeständig, regenwasserdicht und UV‑beständig sind. Diese Schutzschichten bewahren das Material dauerhaft vor Korrosion und Farbveränderungen. Der Pflegeaufwand bleibt dadurch gering: Ein regelmässiges Streichen oder Nachbehandeln, wie es bei Holz erforderlich ist, entfällt.  

Ein entscheidender Vorteil liegt in der langen Nutzungsdauer. Hochwertig verarbeitete Gerätehäuser aus Metall können über Jahrzehnte hinweg verwendet werden. Modelle von Hörmann bestehen zu einem grossen Teil aus recycelbarem Stahl und sind auf Langlebigkeit ausgelegt. Durch umfassende Reduktions- und Kompensationsmassnahmen des Unternehmens werden die Gerätehäuser zudem serienmässig CO2-neutral angeboten. 

Gerätehäuser aus Holz: natürlich, aber pflegeintensiv

Holz fügt sich harmonisch in grüne, naturbelassene Gartenlandschaften ein und vermittelt Wärme und Wertigkeit. Das macht den Werkstoff als Material für Gartenhäuser für viele Gartenbesitzer attraktiv. Als nachwachsender Rohstoff punktet Holz grundsätzlich auch in Sachen Nachhaltigkeit. Gleichzeitig stellt sich bei Holz schnell die Frage: „Verrottet das? Blättert die Farbe irgendwann ab?“  

In der Praxis erfordert Holz einen vergleichsweise hohen Pflegeaufwand. Um es dauerhaft vor Feuchtigkeit, Schädlingen und UV-Strahlung zu schützen, sind regelmässige Anstriche oder Lasuren notwendig. Wird diese Pflege vernachlässigt, kann es zu Verrottung, Rissbildung oder Verformung kommen, was die Lebensdauer deutlich verkürzt. Auch starke Sonneneinstrahlung oder grosse Temperaturschwankungen können die Oberfläche zusätzlich belasten. Wer ein Gerätehaus sucht, das möglichst wenig Arbeit verursacht, sollte diesen Aspekt bei der Entscheidung berücksichtigen.

Eine interessante Alternative für Liebhaber der Holzoptik bieten individuell beplankbare Wandelemente: So lassen sich die Hörmann Berry‑Gerätehäuser im Motiv Vario mit Holz verkleiden und verbinden die natürliche Anmutung von Holz mit der Stabilität einer Metallkonstruktion

Fazit: Eine Frage der langfristigen Perspektive

Alle drei Materialien haben ihre Berechtigung und können je nach individuellem Anspruch eine passende Lösung sein. Kunststoff punktet mit geringem Pflegeaufwand, zeigt jedoch Schwächen bei Stabilität und Nachhaltigkeit. Holz überzeugt optisch und durch seinen natürlichen Charakter, verlangt aber kontinuierliche Pflege und Aufmerksamkeit. Wer jedoch Wert auf hohe Langlebigkeit, Stabilität, geringe Wartung und Nachhaltigkeit legt, trifft mit einem Gerätehaus aus Metall die beste Entscheidung. Es bietet zuverlässigen Schutz für Gartenutensilien, bleibt über viele Jahre funktional und überzeugt durch seine robuste, wartungsarme Konstruktion – eine Investition, die sich langfristig auszahlt.